Klärungshilfe – Klarheit bei Fakten und bei Gefühlen

Immer wieder werden wir angefragt, wenn Teams oder zwei Personen sich zerstritten haben, die Zusammenarbeit gestört ist oder sie teils sogar nicht mehr miteinander sprechen wollen. Die Situationen sind für alle Beteiligten belastend.

Im Prozess gilt es dann  beides im Blick zu behalten: Fakten und Emotionen. Bewährt hat sich dabei aus unserer Sicht die Methode der Klärungshilfe, die wir gerne mit anderen Methoden (Soziogrammen, gewaltfreier Kommunikation…) kombinieren.

Die Klärungshilfe wurde von Christoph Thomas entwickelt und eignet sich sowohl für 2-er Klärungen als auch größere Teams. Während andere Methoden der Mediation hauptsächlich an Lösungen und Fakten arbeiten, geht die Klärungshilfe davon aus, dass auch die emotionale Ebene entscheidend für die Klärung ist. Sie ist sogar Voraussetzung, um später gute Vereinbarungen auf der Sacheebene ausmachen zu können.

Wir folgen dabei diesem gut strukturierten Prozess: der Einzelklärung, dem entschleunigten Dialog, der Mataebene (Erklärungen für die Teilnehmenden) und dann erst der Klärung von Absprachen und Verbindlichkeiten. Es werden keine Einzelgespräche im Vorfeld geführt, außer mit der zuständigen Führungskraft, so dass wir möglichst „neutral“ dem Geschehen folgen und über die Moderation steuern können.

Als „negativ“ erlebte Gefühle kommen dabei ebenso zutage, wie Schuldvorwürfe, Erwachsenenspiele (Wer hat recht?, Wer ist Schuld?, Ja, aber…) oder Wiederstände. All das darf sein und dient dem heilsamen Prozess der Klärung.

Nach einer recht anstrengenden Zusammenkunft sehen die Teilnehmenden dann irgendwann endlich „Licht am Ende des Tunnels“ und es ist immer wieder ein herausragendes Erlebnis mitzubekommen, wie Ärger und Wut sich auflösen oder Zusammenarbeit wieder in den Fokus rückt.

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